Von eisigem Wind bis zum Meistertitel,  DM 2026 in Schwarzenborn

Am 5. und 6. September 2026 ging es für vier unserer Bogenschützen zur Deutschen Meisterschaft Feldbogen und Waldrunde des DBSV 1959 nach Schwarzenborn in Hessen. Geschossen wurde auf einem weitläufigen Parcours auf dem Übungsgelände der Bundeswehr – eine durchaus besondere Kulisse für zwei Tage Bogensport.

Mit dabei waren Sören Harrer, Patrick Harrer, Manuel Dreher und Benedikt Meyer. Und um es gleich vorwegzunehmen: Die weite Reise sollte sich lohnen!

Freitags: Erst einmal irgendwie nach Hessen kommen …

Sören, Patrick und Bene machten sich am Freitag gemeinsam auf den Weg. Manuel reiste mit seiner Familie im Wohnmobil an und startete etwa 20 Minuten vor den anderen.

Der Plan, ihn unterwegs irgendwann einzuholen, erledigte sich allerdings ziemlich schnell. Baustellen, Unfälle und jede Menge Verkehr auf der A7 sorgten dafür, dass aus der Fahrt eine rund 5,5-stündige Geduldsprobe wurde. Trotz gerade einmal 20 Minuten Vorsprung blieb Manuel uneinholbar. 😄

Während Manuel direkt am Parcours mit dem Wohnmobil übernachtete, bezogen Sören, Patrick und Bene ihre Ferienwohnung am Silbersee. Nach der langen Fahrt wurde der Abend ganz entspannt mit einer Runde Kartenspielen beendet.

 

Samstag: Feldrunde bei 12 Grad und eisigem Wind 🥶

Ausschlafen war nicht drin: Um 6 Uhr klingelte der Wecker, denn bereits ab 7 Uhr begann die Anmeldung.

Und spätestens beim ersten Schritt vor die Tür war klar: Wir hatten definitiv die falschen Klamotten eingepackt.

Gerade einmal rund 12 Grad, wenig Sonne und dazu ein kräftiger, kalter Wind machten den ersten Wettkampftag zu einer ziemlich frostigen Angelegenheit. Der Feldparcours selbst war auf einer Hochebene innerhalb des Militärgeländes aufgebaut, sehr weitläufig und abwechslungsreich gestellt.

Patrick schlägt sich tapfer

Für Patrick gab es gleich eine zusätzliche Herausforderung. Da in seiner eigentlichen Klasse mit dem Primitivbogen nicht genügend Teilnehmer zusammenkamen, musste er in der U12-Jagdbogenklasse antreten.

Damit nicht genug, landete er auch noch in einer Gruppe mit ausschließlich fremden Erwachsenen – für einen jungen Schützen sicherlich nicht die ideale Ausgangslage. Patrick ließ sich davon aber nicht unterkriegen, trat selbstbewusst auf und machte seine Sache richtig gut. Seine gewohnte Leistung konnte er zwar nicht ganz abrufen erreichte aber einen starken 4. Platz.

Sören erwischt einen richtig guten Tag

Bei Sören lief es dagegen von Anfang an rund. Er kam gut in den Wettkampf, hatte eine nette Gruppe, unter anderem mit einem Schützen aus der Inklusionsklasse, und konnte seinen guten Lauf über den Tag halten.

Damit war es geschafft:

🥇 Sören ist Deutscher Meister 2026 im Kompositbogen! 

 

Bene startet die Aufholjagd

Bei Bene lief es zunächst genau in die andere Richtung. Kälte, Wind und Nervosität machten ihm ordentlich zu schaffen. In der ersten Hälfte wollte einfach nicht viel zusammenpassen und zur Halbzeit sah es alles andere als gut aus. In der zweiten Hälfte platzte endlich der Knoten. Die Schüsse wurden besser, die Punkte kamen – und Bene startete eine kleine Aufholjagd durchs Teilnehmerfeld. Platz um Platz ging es wieder nach vorne.

Am Ende erreichte er Platz 5 bei den Herren Blankbogen.

Manuel verpasst das Podest nur knapp

Auch Manuel zeigte einen starken Wettkampf. Er sicherte sich bei den Herren Jagdbogen einen tollen 4. Platz und verpasste damit das Podest nur knapp.

Damit konnte sich die Bilanz des ersten Tages wirklich sehen lassen:

Schütze Klasse Platz
🥇 Sören Harrer Kompositbogen 1. – Deutscher Meister
Patrick Harrer U12 Jagdbogen 4.
Manuel Dreher Herren Jagdbogen 4.
Benedikt Meyer Herren Blankbogen 5.

Sonntag: Sonne! ☀️ Und gleich viel bessere Laune

Für Manuel war die Deutsche Meisterschaft nach der Feldrunde beendet und er trat mit seiner Familie die Heimreise an.

Für Sören, Patrick und Bene ging es am Sonntag dagegen noch einmal in den Parcours – diesmal zur Waldrunde mit 28 Ständen auf unbekannte Entfernungen und Tierauflagen.

Am Morgen zeigte das Thermometer zwar sogar nur 9 Grad, doch im Gegensatz zum Samstag schien die Sonne und der Wind hatte sich weitgehend verabschiedet.

Und siehe da: Bogenschießen macht gleich deutlich mehr Spaß wenn die Pfeile nicht im Wind taumeln und man selbst nicht steifgefroren ist 😀

Gut gelaunt ging es also in den zweiten Wettkampftag.

Drei Schützen – dreimal vorne dabei

Sören konnte an seine starke Leistung vom Vortag anknüpfen. Ganz zum zweiten Titel reichte es diesmal nicht, aber mit 255 Punkten holte er sich einen hervorragenden 2. Platz und damit den Deutschen Vizemeistertitel im Kompositbogen. 🥈

Patrick bestätigte ebenfalls seine starke Leistung vom Samstag. Mit 218 Punkten landete er erneut auf einem hervorragenden 4. Platz in der U12-Jagdbogenklasse.

Und auch bei Bene lief es deutlich besser als am Vortag. Mit 318 Punkten konnte er sich steigern und arbeitete sich bei den Herren Blankbogen ebenfalls auf Platz 4 nach vorne.

Schütze Klasse Ergebnis Platz
🥈 Sören Harrer Kompositbogen 255 2. – Deutscher Vizemeister
Patrick Harrer U12 Jagdbogen 218 4.
Benedikt Meyer Herren Blankbogen 318 4.

Müde, zufrieden und mit einem Meistertitel im Gepäck

Nach der Siegerehrung hieß es am Sonntag schließlich: Bögen verstauen, Sachen ins Auto und wieder zurück Richtung Heimat.

Zum Glück meinte es zumindest der Verkehr diesmal deutlich besser mit uns als bei der Anreise. Nach einem langen Wochenende kamen wir gegen 21:30 Uhr müde, aber sehr zufrieden wieder zu Hause an.

Ein Deutscher Meistertitel, ein Vizemeistertitel, gleich mehrere vierte Plätze und jede Menge Erlebnisse – die Reise nach Schwarzenborn hat sich definitiv gelohnt.

Herzlichen Glückwunsch an Sören zum Deutschen Meistertitel und an alle unsere Schützen zu diesen starken Platzierungen! 🏹🥇🥈